
Ratgeber Sodbrennen
Informationen für Betroffene und Angehörige

Links zu Sodbrennen
Der Bundesverband Gastroenterologie Deutschland e. V.:
www.bvgd-online.de
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V.:
www.dgvs.de
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung e. V.:
www.gastro-liga.de
Gastroösophageale Refluxkrankheit:
www.awmf.org





Sodbrennen äußert sich zum Teil durch ein starkes Unwohlsein im Bereich zwischen Bauch und Speiseröhre. Verursacht wird Sodbrennen durch Magensaft, der in die Speiseröhre zurückfließt. Dieser Vorgang wird Reflux genannt. I. d. R. wird der Magensaft durch einen Schließmuskel daran gehindert, in die Speiseröhre zu gelangen.
Sodbrennen kann ein vorübergehendes Phänomen sein, kann aber auch chronisch werden. Zu einem leichten Sodbrennen kann es nach einer sauren oder fettigen Mahlzeit kommen. Auch zu viel Kaffee könnte Sodbrennen auslösen. Zigaretten, Alkohol, Übergewicht und bestimmte Medikamente sind ebenfalls mögliche Auslöser. Stress und andere psychische Belastungen können zur Entstehung von Sodbrennen beitragen.
Sodbrennen in der Schwangerschaft betrifft einen Großteil der Schwangeren. Mehrmals am Tag kleinere Portionen verzehren, minimiert Sodbrennen. Sollte Sodbrennen nur gelegentlich auftreten, können Betroffene mit Hausmitteln Linderung erreichen. So eignen sich z. B. Nüsse oder Haferflocken gegen das Sodbrennen. Kamillentee, Milch oder Magentees können gegen das Brennen in der Speiseröhre eingenommen werden. Sodbrennen kann andere Erkrankungen wie z. B. Asthma begünstigen. Asthma könnte ggf. durch kleine Tröpfchen der Magensäure, die eingeatmet werden, entstehen. Der Mundraum, das Zahnfleisch und die Zähne könnten durch die Magensäure angegriffen werden. Genetische Bedingungen wie z. B. eine empfindliche Speiseröhre oder eine angeborene Schwäche des Muskels können Sodbrennen verursachen.
Eine Therapie des Sodbrennens wird anhand der Ursachen und der Schwere der Ausprägung bestimmt. Wenn bestimmte Nahrungsmittel für das Sodbrennen verantwortlich sein sollten, hilft eine Reduzierung oder Minimierung der auslösenden Faktoren. Auch eine andere Zubereitung der Lebensmittel, dünsten oder dämpfen anstatt rösten, kann Sodbrennen nach einer Mahlzeit minimieren. Falls Sodbrennen vermehrt und öfters auftritt, können Medikamente z. B. Protonenpumpenhemmer, H2-Blocker oder Antazida eingesetzt werden. Die einen sollen die Magensäureproduktion hemmen, die anderen sollen die Säure binden. Bei einem chronischen Sodbrennen kann operativ eingegriffen werden, indem eine sog. Fundoplicatio durchgeführt wird. Wird Sodbrennen durch Stress bedingt, kann ggf. eine psychologische Therapie weiterhelfen.